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Eins der wichtigsten Ziele unserer Welpenaufzucht sind interessierte, neugierige, sichere, offen auf den Menschen und Artgenossen zugehende Welpen.
Wie ich schon auf der Seite Zucht (bzw „Zuchtgedanken“) geschrieben habe, ist eine körperlich und geistig gesunde Mutterhündin der wichtigste Grundstein für den Weg ins Leben der kleinen Labradors. So gut wir können unterstützen wir unsere Hündinnen.
Die Trächtigkeit erleben unsere Mädels völlig normal, nichts ändert sich für sie. Lediglich am Ende der Trächtigkeit, wenn sie schon recht kugelig geworden sind, nehmen wir sie vom Rudelleben ein wenig zurück. Wir achten aber stark darauf, wie sie reagieren und passen uns jeder „schwangeren Mami“ an.
Ein paar Tage vor dem errechneten Geburtstermin schlafe ich mit der Hündin im Wohnzimmer. Hier auf einem extra kuscheligen XXL Kunstleder Hundebett werden unsere Welpen geboren, sofern die Mutter es auch so will. Ich selbst lege mir für die Nacht eine Matratze vor das Hundebett und so kuscheln wir zusammen und ich kann sofort erkennen, wann die Geburt einsetzt. Vorsorglich ist schon einige Tage vor dem Ereignis unsere Tierärztin informiert und in Alarmbereitschaft.
.Nach der Geburt wird der Welpe abgenabelt und sofort der Mutterhündin zum Trockenlecken und Kontaktieren gegeben. Kurz noch schnell gewogen, damit wir wissen, wie viel das Baby anschließend bei der Mutter getrunken hat. Sofort suchen sie die Zitzen und fangen an zu trinken. DAS ist der Wunsch und Normalfall, aber: die Natur ist kein Wunschfall und normal ist sie nie ! Wir feuen uns immer sehr auf die Geburt, mit der erforderlichen Vorsicht im Bauch, manchmal auch ein bißchen ängstlich ... Die Erfahrung lehrt so viel. Wir sind dankbar über erfahrene Züchter, die eng an unserer Seite stehen...
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Wir stellen unsere Hündinnen nach der Geburt immer noch unserer Tierärztin vor, um sicher zu sein, dass die Geburt tatsächlich abgeschlossen ist und die Mutter ärztlich noch versorgt werden kann. Die erste Nacht schlafen Mutter und Kinder noch im Wohnzimmer, selbstverständlich von mir überwacht.
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Am nächsten Tag ziehen wir ein Stockwerk höher in mein Büro. Dort werden die Welpen die ersten 4 Wochen aufgezogen. Ich lasse sie in der Zeit nicht aus den Augen und schlafe im gleichen Raum auf dem Schlafsofa. Meine Hündinnen entscheiden selbst wo sie schlafen. Die ersten Tage sind sie meist nicht aus der Wurfkiste zu bewegen, danach suchen sie viel meine Nähe.
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Für die Welpen steht eine geräumige Wurfkiste bereit, die in den ersten 14 Tagen auch geschlossen bleibt, d.h. 1 – 2 x am Tag lege ich die Welpen zu ihrer Mutter auf das Geburts-XXL Kunstleder Hundebett. Meine Hündinnen genießen es sichtlich hier ihre Welpen zu säugen. Selbstverständlich können sie sonst den ganzen Tag frei entscheiden zu ihren Kindern in die Wurfkiste zu schlüpfen...
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Wir finden es besser, die Hündin mit ihren Welpen in den ersten 14 Tagen in einem sep. Raum unterzubringen. Die Mutter kann sich so viel entspannter von der Geburt erholen und hat ihre Kinder erstmal ganz für sich. Unsere Hündinnen zeigen es uns auch, dass es für sie so am Besten ist. Später lassen sie gerne die anderen Rudelmitglieder zu den Welpen. Da die Welpen in den ersten Tagen nicht hören und sehen können, brauchen auch sie nicht den Trubel, das kommt alles später.
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Wenn die Welpen mit ca. 14 Tagen die Augen öffnen, erweitern wir die Wurfkiste, d.h. wir öffnen sie und stellen einen kleinen Auslauf daran. Unsere Welpen machen erst kleine Schritte aus der Kiste, werden aber im Laufe der Zeit immer neugieriger und erkunden nach und nach das ganze Zimmer. Ihre Mutter ist so oft wie möglich, bzw. so oft sie möchte bei ihnen. Meine Hündinnen können selbst entscheiden, ob sie bei ihren Welpen sein möchten. Brauchen sie ihre Ruhe, ziehen sie sich einfach auf das Schlafsofa zurück.
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Außerdem bekommen die Welpen nach und nach Besuch von den anderen Rudelmitgliedern, denn alle meine Hunde (selbstverständlich nach der Mutterhündin) sind für die Prägung und Erziehung der kleinen Merypaw’s verantwortlich. Ich bin sehr stolz darauf, wie meine Hunde die Kleinen in ihr bestehendes Rudel integrieren und wie toll sie mit ihnen umgehen.
Je nach Wurfgröße fangen wir ca. ab der 3. Woche mit der Zufütterung an. Als erstes bekommen die Welpen lauwarme Ziegenmilch mit ein bisschen Slippery Elm Baumrindenmehl, ein paar Tropfen hochwertiges Oel und Honig. Wenn ihre Zähne durchgeschossen sind geben wir ihnen große Fleischbrocken. Die Welpen reißen sich Stücke von dem großen Brocken, lernen so das langsame Fressen und Sozialverhalten mit den Geschwistern. Die Ziegenmilch wird nun etwas mit Babybrei angedickt und wir füttern noch gewolftes Fleisch mit verschiedenem Gemüse und Salaten. Wir gewöhnen die Welpen langsam an feste Nahrung und geben auch immer nur einen Bestandteil mehr hinzu, bis sie mit 8 Wochen, alle wichtigen Lebensmittel kennengelernt haben.
Mit 4 Wochen ist es dann soweit und unsere Babies ziehen eine Etage tiefer in das Welpenzimmer. Am Anfang streuen wir den kompletten Raum mit Einstreu aus. So können sie sich erstmal in aller Ruhe mit dem Raum anfreunden, bevor sie auf die Stubenreinheit vorbereitet werden. Nach ein paar Tagen nehme ich bereits an einer Seite des Raumes das Einstreu weg. Von Tag zu Tag nehme ich dann mehr Einstreu weg, so dass die kleinen Labradors zum Ende ihrer Welpenzeit bei uns nur noch eine kleine Fläche mit Einstreu zur Verfügung haben. Sie gehen auch dem Einstreu hinterher und erledigen nur auf dem Einstreu ihr Geschäft. So erreichen wir die erste Stufe für die Stubenreinheit.
Sobald es das Wetter zulässt und die Babies fit auf ihren Stampferchen sind, dürfen sie auch nach draußen in den Garten. Wir haben für sie einen großen Welpenauslauf hergerichtet und sie bekommen nach und nach neue optische und akustische Reize geboten. Wenn sie ihren Welpenauslauf ganz gut unter Kontrolle haben, dürfen sie unter Aufsicht ihrer Mutter nach und nach den ganzen Garten in Beschlag nehmen. Da wir das Glück haben ein 10.000 qm großes Grundstück zu besitzen, unternehmen wir nun täglich kleine Ausflüge mit den Welpen.So lernen sie verschieden Wege, Untergründe, Geräusche und vieles mehr kennen. Erst wenn sie alt genug sind, machen wir auch mal einen weiteren Ausflug, außerhalb unseres Grundstücks, denn zu früh ist mir die Infektionsgefahr einfach zu groß.
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Wichtig ist uns auch, dass unsere Welpen schon einmal Auto gefahren sind, denn idR werden sie ja mit dem Auto abgeholt und da ist es uns sehr wichtig, dass es ihnen nicht völlig fremd ist, denn schließlich werden sie aus ihrer gewohnten Umgebung gerissen und müssen so unendlich vieles verkraften. Außerdem sehen wir zu, dass sie möglichst viel Kennenlernen wie Geräusche, Gerüche, fremde Menschen, fremde Umgebung und vieles mehr. So oft wie möglich sind sie auch, wenn sie alt genug sind, mit uns im Haus. Sie sollen schon die normalen Alltagsgeräusche, wie den Staubsauger, den Fernseher, die Spülmaschine, das Radio usw usw kennenlernen, nicht zu vergessen wollen wir viel Kontakt zu ihnen, denn nur allzu schnell ist die Zeit vorbei und sie ziehen schon in ihr neues Leben.. Die gemeinsame Zeit mit den Babies ist leider sehr kurz, dass wir jeden Tag geniessen. Unseren Mädchen können wir gar nicht genug danken...........
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Da wir sehr viel Zeit und Energie in unsere Welpenaufzucht stecken, ziehen wir grundsätzlich nicht mehrere Würfe zur gleichen Zeit groß. Wir suchen sehr viel Kontakt zu den Kleinen und geben Ihnen so das nötige Vertrauen zu uns Menschen.
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Es ist schwer über dieses Medium unser Herzblut so richtig rüberzubringen.Wir leben für unsere Hunde, für unsere Zucht und für unsere Vorstellung. Alles stecken wir in unseren Traum. Manchmal kommt es zurück, aber oft leider nicht. Und trotzdem machen wir weiter... Wir hoffen, euch einen kleinen Einblick in unsere Welpenaufzucht gegeben zu haben und einen Einblick in unser Herz...
Nikola Kloss * Januar 2011